regionale fränkische Küche:
In den Wirtshäusern, Restaurants, Gasthöfen und Biergärten der Fränkischen Schweiz wird überwiegend regionale fränkische Küche angeboten: Schweinebraten, Schäufele, Rinderbraten, Wild- und Fischgerichte sowie deftige Brotzeiten. Manche Gasthäuser wie etwa der
"Goldne Stern" in Muggendorf oder das
"Hotel Bettina" in Treppendorf führen gelegentlich zusätzlich zu ihrem "normalen" Angebot Themen-Wochen wie "Mediterrane Küche" oder "Fischwoche" durch.
Die Zeiten, als Nürnberger und Bayreuther sonntags zum Mittagessen in die Fränkische Schweiz strömten, weil das Mittagessen dort nur halb so teuer war wie zuhause, sind zwar längst vorbei, aber überwiegend werden Speisen und Getränke noch zu gemäßigten Preisen angeboten.
Hier finden Sie einen kleinen
Restaurant- und Biergarten-Führer.
"Gasseldorfer Würstchen":
Wiener Würstchen stehen als schneller Imbiß vielfach auf der Speisenkarte. Eigentlich müßten sie "Gasseldorfer Würstchen" heißen, denn ihr Erfinder
Johann Georg Lahner wurde 1772 in Gasseldorf geboren, erlernte in Frankfurt das Metzgerhandwerk und gründete im Jahr 1804 in Wien eine eigene Metzgerei.
griechische und italienische Spezialitäten:
Ergänzt wird das Speisenangebot durch griechische und italienische Spezialitäten, denn in einigen Ortschaften der Fränkischen Schweiz haben längst Griechen und Italiener ihre Restaurants eröffnet. In Gasseldorf etwa wird die einzige Gaststätte am Ort (
"bei Laki") von einem Griechen betrieben.
"Schmankerl" aus München:
Gelegentlich verirren sich auch einige sogenannte "Weißwürste" in die Fränkische Schweiz und werden dann, entgegen den Eßgewohnheiten in ihrem Heimatland, sogar nach 11.00 Uhr zum Verzehr angeboten (gesehen zum Beispiel im
Biergarten beim Streitberger Freibad).
Wollten wir in Franken »politisch korrekt« sein, müßten wir die ihrer Münchener Heimat entrissenen "Weißwürste" wohl als »Würste mit Migrationshintergrund« bezeichnen.
Bierland Oberfranken:
Eines steht fest: Es muß kein Bier aus Andechs, Erding, Milwaukee oder München eingeführt werden, denn Oberfranken weist weltweit die höchste Brauereidichte (Brauereien je Einwohner) auf. Alleine in der Fränkischen Schweiz gibt es etwa 70 Brauereien (
aktuelle Brauereiliste ). Den
Brauerei-Weltrekord hält die Gemeinde Aufseß an der Aufseß mit 4 Brauereien auf 1500 Einwohner.
In der Fränkischen Schweiz gibt es sogar ausgeschilderte Bierwanderwege, etwa den
Brauereienweg Aufseß, der die 4 Brauereigasthöfe in Aufseß und den Ortsteilen verbindet (Rundwanderweg 14 km), oder den
Fünf-Seidla-Steig rund um Gräfenberg / Thuisbrunn (5 Brauereigasthöfe, Rundwanderweg 15 km).
Die Fränkische Schweiz ist zudem Heimat vieler gebrannter Schnäpse und auch Kräuterliköre wie etwa des
Original Franken Bitter aus Ebermannstadt.
"Burger" & Co:
Wer amerikanischen Hatzfraß liebt, muß in der Fränkischen Schweiz Hunger leiden oder sich schon während der Anfahrt in Forchheim bei einem der beiden »junk food«-Tempel eindecken. Einer ist sogar mit einem Turm ausgestattet, von dessen Spitze ein gelbes "M" den Anhängern des »American way of food« weithin Trost und Hoffnung spendet.